Eine Schifffahrt die ist lustig, eine Schifffahrt die ist schön
Wie die Zeit mittlerweile vergeht. Einerseits scheinen die Stunden innerhalb der Woche nicht verrinnen zu wollen, andererseits zerfließen die aufregenden und schönen Momente wie Schokolade in der Sonne.
Am Donnerstag bin ich mit meiner Vermieterin nach Sidney gefahren. Es war an der Zeit, dass ich mir endlich die Gallerie anschaue, in der sie arbeitet. Sidney selbst ist eine Kleinstadt, wo man, wenn es ein Westernfilm wäre, die Strohballen rollen sehen würde. Da ich aber Glück mit dem Wetter hatte, habe ich mich einfach ans Wasser gesetzt und ein Buch gelesen, das ich schon lange lesen wollte. Ein Buch, das einem ein wahnsinnig gutes Gefühl gibt, wenn man es gelesen hat.
Am Nachmittag ging es zurück nach Victoria, und weil das Wetter immer noch gut war, bin ich, nach einem kurzen Stop am Fisherman’s Wharf für Fish and Chips, die Dallas Rd entlang gelaufen und habe wahrscheinlich zum letzten Mal in der nächsten und entfernteren Zeit die See genossen (bei schönem Wetter wohlgemerkt).
Am Freitag sind wir endlich ins Fernwood Inn gegangen, eine Kneipe in der Nachbarschaft. Und es hat sich gelohnt.
Samstag musste ich früh raus. Ich bin nach Vancouver. Nach einer tollen, aber langen Fährfahrt habe ich mich auf Sushi mit Freunden getroffen, bin zum Hotel zum Einchecken, und wieder los. Im Vogue Theatre haben Cut Copy gespielt. Eine Band, die ich schon seit Jahren rauf und runter höre, und sie leider vor kurzem in Europa verpasst habe. Welch Glück, dass ich hierher gekommen bin. Und das Konzert war einfach großartig.
Meine Rückkehr nach Victoria war dann etwas merkwürdig. Auf der Fähre waren 3 Busse mit jungen Japanern, die im Eifer der Hormone etwas aufgekratzt waren. Oder so. Jedenfalls haben mich, nachdem ich einen Tunfisch- Sandwich verdrückt habe, japanische Mädchen angesprochen ob sie ein Foto von mir machen können. Bevor ich geantwortet habe, ist das Foto auch schon aufgenommen worden. Ich war etwas verwundert darüber (unrasiert, definitiv übermüdet, etwas verquollen, die ungekämmten Haare unter der Mütze) und hatte einfach nur große Fragezeichen in den Augen…
Den Abend habe ich im Eifer des Hungers mich an Muffins versucht, und bin grandios gescheitert.
Nichtsdestoweniger, dank dem kanadischen Thanksgiving hatte ich ein langes Wochenende. Wir hatten Karotten-Ingwer-Kokosnuss-Suppe, dann Huhn. Alles in Zusammenarbeit selbst gemacht. Wir hatten mal wieder sturmfrei.
Momentan habe ich das Gefühl, dass ich einfach nur noch damit beschäftigt bin, aufzuräumen und das meiste zu Ende zu bringen.
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