flashback
Tag 31
Heute, also einen Tag nach gestern, plagt mich tatsächlich das erste
Mal seit langem wieder ein Muskelkater vom Longboardfahren. Und ich
freue mich darüber.
Gestern, so schön das Wetter auch war, musste ich tagsüber bei einer
Organisation erscheinen, bei der ich mich um ein Stipendium für meinen
Auslandsaufenthalt beworben hatte. In der Tat ist es so, dass ich es
nicht nur bekomme, sondern auch an festlichen Aktivitäten teilnehmen
werde/muss. Es gibt Schlimmeres, es ist halt nur alles Neuland für
mich. Aus Glück/Frust/überstandener Anspannung ging es gestern abend noch
raus. Trocken, warmer Wind, klarer Himmel. Entweder habe ich jetzt
meine Räder komplett eingefahren, oder gestern war irgendetwas anders,
denn ich konnte so gut fahren wie schon lange nicht mehr. Mit viel
Enthusiasmus und Elan diverse Radfahrer überholt. Und heute dafür den
Muskelkater, und der ist es wert.

Es sind nur noch 4 Tage, und dann stehen die 100 km am Stück an.

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Tag 27
P4072674

Seit heute ist es wieder trocken, dafür ist es kühler als sonst. Und
das Longboardfahren lief dafür umso besser bei Außentemperaturen um
die 4 Grad (gegen 22.30 Uhr), trotz teilweise böigen Winden sowohl von
hinten als auch von vorne.

Heute habe ich jemanden getroffen, der irgendwie am Bahnhof Wandsbek
auf dem Fahrrad gestrandet war und nach Barmbek wollte. Ist mit dem
Zug aus Stuttgart gekommen, dann mit der Regionalbahn bis Wandsbek
gefahren. Jedenfalls völlig falsch und eine ganze Ecke weg. Mit meinen
glorreichen Ortskenntnissen (ich weiß nicht mal Straßennamen hier)
habe ich ihn dann zum Wandsbek Markt gelotst, von wo es dann für ihn
mit U-Bahn und S-Bahn weiterging.

Der Tag heute war ansonsten sehr unproduktiv produktiv. An diversen
Sachen geschrieben, die Gliederung meines nächsten Papers fertig
gestellt, Kaffee getrunken, telefoniert, Freunde getroffen. Wie schön.
Wenn da nicht das manchmal auftretende Fernweh wäre. Der iPod muss nur
Musik spielen, die ich woanders sehr genossen habe und schon setzt das
Grummeln in der Magengegend ein. Und das kann auch schön sein, so
unter dem Mond und den Sternen mit Rückenwind. Der Kopf ist dann schon
lange ganz woanders, in Erinnerungen und im Vorblick auf die kommenden
Monate.

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