flashback
Tag 54, 55, 56
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Meine Zeit hier in Deutschland nähert sich dem Ende. Irgendwie wird mir noch gar nicht bewusst, dass ich ja nächste Woche schon in Kanada sein werde. Ich habe mich von allen verabschiedet, die mir wichtig sind, bin ein letztes Mal in Hamburg gefahren, war ebenso ein letztes Mal im Fläming unterwegs (die üblichen 50 km, wobei mir die Hitze schon zu schaffen gemacht hat und ich diverse längere Pausen einlegen musste). Und heute dann das Highlight: Ich war das erste Mal auf dem stillgelegten Flughafen Tempelhof boarden. Die Landebahnen sind in West-Ost-Richtung angelegt, so dass ich auf diesem sehr feinen Untergrund einmal schönen Rückenwind und in die andere Richtung dann Gegenwind hatte. Hat mir jedenfalls sehr gut gefallen, und wird nächstes Jahr wiederholt. 

Ich glaube auch, dass das Projekt Longboard-Tagebuch hiermit beendet ist. Ab nächste Woche werde ich hier meine Kanada-Erinnerungen aufschreiben. Wobei… Ich werde mich abschleppen und mein Longboard mitnehmen.

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Tag 50, 51, 52, 53
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Es ist erstaunlich, wie wenig passiert, wenn man einfach mal das Leben laufen lässt. Andersherum stimmt dies auch nicht. Und dass mir heute der Kopf schon wieder weh tut auf Grund des vergangenen Abends, ist mittlerweile das dritte Mal in der vergangenen Woche.

Und die fand ich richtig gut. Nicht nur, dass wir die ersten Auswüchse des Sommers gespürt haben mit angenehmen schwül-warmen knapp 30 Grad, und Land unter durch Gewitter hatten. Es gab zudem auch noch einen Feiertag, einen Brückentag, ein Wochenende, und meinen gestrigen Abend in einem Wirtshaus zum Tschüss-Sagen (oder so). Eigentlich müsste ich fleissig am Packen sein, hab ja auch schon angefangen. So viel kann’s gar nicht sein, aber na ja, die Lust ist woanders. Außerdem ist es wichtiger noch einmal so viele Leute wie möglich zu sehen.
Auch die paar Touren, die ich gefahren bin, waren mal wieder sehr schön. Und in der Hitze auch anstrengend. Das Spektakulärste, was ich dabei gesehen habe, war ein brennendes Boot auf der Elbe. Mehr aber auch nicht. Die Feuerwehr kam auch schon, so dass ich weiterfahren konnte. 

Wenn ich mit den Überschriften richtig gezählt habe, bin ich dieses Jahr an 53 Tagen Longboard gefahren. Grob überschlagen sind das (50*20+x) mehr als 1000 km dieses Jahr schon gewesen. Vielleicht sogar mehr, Richtung 1200 km, ich hab ja auch mehrmals sehr lange Touren dabei gehabt. 

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Tag 48, 49
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Oh, es tut so gut mit etwas fertig zu sein. Mein Leben hat mich wieder. Außerdem ist mir bewusst geworden, dass ich meine Heimat in Brandenburg doch sehr gerne habe und immer wieder mit sehr positiver Stimmung hinfahre. Muss wohl an meinem preussischen Blut liegen, oder so.

Momentan bin ich dabei, die letzten Vorbereitungen für meine Reise zu treffen. Und Schlaf nachzuholen. Und die Sonne zu genießen. Ging heute ganz gut als ich etwa 4 Stunden unterwegs war. Die Sonne im Gesicht, gute Musik im Ohr, der Wind im Rücken, und das alles entlang an der Elbe. Das Leben kann so schön sein. 

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Tag 44, 45, 46, 47
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Was für anstrengende Tage das waren über die letzte Woche. Mit Hochdruck habe ich die erste Version der nächsten Veröffentlichung meinerseits fertig geschrieben. Ich war mal wieder aufm Kiez unterwegs. Und gerade eben zu einem Konzert von Miami Horror im Molotow. Deren Album läuft seit letztem Jahr bei mir rauf und runter, als ich es durch Zufall entdeckt und dann im australischen iTunes gekauft habe. Es hat mich durch viele Lebenslagen begleitet, auch auf meinem Longboard. Die Texte haben sich mittlerweile eingebrannt.  Ich mag es immer noch, und nach dem heutigen Konzert wird es so wohl auch bleiben.

Ach ja, und zwischendurch bin ich über die letzte Woche immer mal wieder Longboard gefahren, wohlweißlich in der Absicht mal wieder länger zu fahren. Aber durch den ganzen Termindruck waren es doch immer nur die üblichen 1.5 Stunden, immerhin besser als nichts.

Es sind nun nur noch etwa 2 Wochen, die ich in Hamburg sein werde. Dann geht es noch in die Heimat, danach nach Victoria. So langsam bin ich doch schon aufgeregt und gespannt darauf, was ich ich Kanada erleben werde.

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Tag 43 - of windmills and birthpaths, part 2
of windmills and birthpaths, part 2.m4v Watch on Posterous

Bevor der Regen letzte Nacht kam, musste ich noch vor dem Tatort durch Hamburg fahren. Wie habe ich es die Tage davor vermisst.

Mir ist heute, nachdem ich gefühlte 47 Stunden geschrieben habe, bewusst geworden, dass frische Luft öfter sehr gut tut. Nur heute ging es nicht, es regnet ja schließlich schon den ganzen Tag. Morgen vermutlich auch morgen noch. Das Früheste wird wohl Mittwoch werden, dass es aufhört. Eigentlich nicht schön den ganzen Tag nur am Computer zu sitzen.
Egal, ich habe heute beschlossen, bevor es auf die große weite Reise geht, dass ich mich noch einmal in den Fläming wage. Vielleicht diesmal keine 100 km, aber noch einmal Windräder bestaunen, die frische Luft genießen, die Sonne aufsaugen. Wer weiß, was mich in Kanada erwarten wird.

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Tag 40, 41 und 42
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Die vergangenen Tage waren für mich in diesem Jahr die aufregendsten Tage bisher.

Am Montag war ich zum Übersee-Tag in Hamburg im Rathaus geladen, wo mir von Ursula von der Leyen eine Urkunde für ein Stipendium vom Übersee-Club Hamburgs zur Finanzierung meines Auslandsaufenthalts überreicht wurde. Davor hat sie eine Rede über die Probleme der deutschen Bevölkerung gehalten. Mein Eindruck war, dass die Frau sehr beeindruckend Reden hält, zudem alles Hand und Fuß hatte. Nur am Händedruck muss sie noch arbeiten. Ich war aber sehr positiv überrascht.
Was den Tag aber so herausragend machte, waren die anschließenden Veranstaltungen. So ging es danach noch zu einem nicht nur sehr leckerem Mittagessen (begleitet von sehr angenehmen Gesprächen), sondern am Abend zu einem festlichen Essen im Hotel Atlantic. Und zwar mit allem was dazu gehört. Großes Bankett, Reden, und ich im Smoking. Das Essen war traumhaft, die Reden unterhaltsam (wenn ich auch von den Thesen und Argumenten nur zur Hälfte überzeugt war, aber ich habe oft eine andere Meinung, die etwas anders ist), und die Unterhaltungen sehr anregend.

Alles in allem war ich aber froh, um Mitternacht zu Hause zu sein, weil der Tag einfach anstrengend war. Er war aber ein sehr besonderes Erlebnis.
Am Sonntag davor war ich schon aufgeregt. Aber es half, eine Runde Longboard zu fahren. Wobei ich am Sonntag zum ersten Mal von der Wärme etwas platt war. Am Dienstag, als alles vorbei war, war es schon sehr schwül, selbst am Abend als ich gefahren bin. Das war aber eine der schönsten Runden, die ich seit langem gefahren bin. Nicht, weil die Strecke so toll war, sondern weil da dieses Gefühl war, etwas geschafft zu haben. Zudem der Sternenhimmel und teilweise verschleierte Mond zu sehen, die Luft warm, es windstill gewesen ist.

Und gestern hat es hier seit langem das erste Mal geregnet. Es war am Abend zwar wieder trocken, aber der Unterschied war fühlbar, vor allem, weil die Luft sauber war. Gestern habe ich mein Longboard nur als Fahrradersatz benutzt. So schnell war ich noch nie bei Freunden. Ich klopfe mir mal auf die Schulter, dass ich öffentliche Verkehrsmittel (mit Fußwegen eingerechnet) deutlich mit dem Longboard schlage.

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Tag 39
Heute war wieder einer der Tage, der so ziemlich anders als gewöhnlich verlief. Ich war nämlich heute morgen verabredet, und was passiert? Ich wache erst eine viertel Stunde vor der Verabredung auf. Aus irgendeinem Grund haben heute meine beiden Wecker versagt. Zumindest einer der beiden ging nicht, den anderen muss ich im Schlaf ausgemacht haben.
An sich war heute alles langsam, einen schönen gemütlichen Vormittag und Nachmittag verlebt, und dann noch für zwei Stunden aufs Brett. Einfach nur gemütlich durch die Gegend fahren. In der Sonne. Sehr schön.

Auch freut es mich, dass diese Woche die Temperaturen einen Sprung um etwa 15 Grad nach oben gemacht haben, so dass ich in angenehmen 26 Grad fahren konnte.

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Tag 38
Ich glaube, ich weiß jetzt wo der Begriff Erkältung her kommt. Es handelt sich scheinbar nur darum, dass man friert, sich ‘erkältet’ hat. Ansonsten kann ich mir nicht erklären, warum ich bei 8 Grad Außentemperatur eine Mütze aufgesetzt habe. Die letzten Tage waren weiterhin von zu viel Programmieren geprägt. Außerdem stand ein Panel-Meeting an. Alles Dinge, die Zeit und vor allem Schlaf gekostet haben. Nur heute hat es mir endgültig gereicht und ich hab mir mein Longboard geschnappt und bin mit ausklingender Erkältung und abklingender Bindehautentzündung (die ich mir am Sonntag bei dem eisigkalten Wind von vorne im Hafen geholt habe) raus aufs Brett. Alles ist gut.

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Tag 37
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Nachdem ich die letzten Tage mit Hardcore-Programmieren verbracht
habe, war es heute Zeit, die Seele mal baumeln zu lassen und den
Sonntag zu nutzen.
Dafür ging es nach Neuwiedenthal um Freunde beim Halbmarathonlaufen zu
motivieren.
Den Rückweg ging es dann nicht per S-Bahn nach Hause, sondern quer
durch den Harburger und Hamburger Hafen. Die Radwege sind teils
grottig, aber man kann dort mangels Verkehr problemlos auf der Straße
fahren.

Zusammen mit dem bombastisch sonnigen aber auch kaltem und windigen
Wetter war diese Tour doch mal wieder eine richtige Perle seit einiger
Zeit (abgesehen vom Fläming letzte Woche). Alles neu macht der Mai,
zumindest die Luft war frisch.

Jetzt noch was kochen, Tatort schauen und morgen früh aufstehen…

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Tag 36
8 Grad zeigte das Thermometer an. Zusammen mit knackigem Wind aus
Nordost war das unerwartet kalt. Vor ein paar Wochen habe ich mich
über +2 Grad gefreut, jetzt friere ich bei Temperaturen unter 10 Grad. Ansonsten war das gestern noch eine super Idee rauszugehen, das tat
dem Kopf ganz gut. Das ist so ähnlich, wie wenn man die Klospülung
betätigt. Alles geht erst mal weg.

Zuguterletzt stand gestern ein schöner Artikel über das Skaten in
Hamburg im Abendblatt. Nachlesbar hier:
http://www.abendblatt.de/hamburg/article1868392/Geh-mit-uns-aufs-Brett-Hambur…

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