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Galiano Island
Momentan ist hier auch eine junge Doktorandin aus Malaysia, die irgendwann im September zurück in die Heimat geht. Wir haben uns überlegt, dass wir gemeinsam auf eine der Inseln zwischen Victoria und Vancouver fahren. Unsere Wahl fiel eigentlich auf Saltspring Island, welche ein populäres Ziel für Einheimische ist.
Wie es so ist, haben wir die falsche Fähre erwischt (und der Kapitän hatte den Humor das erst nach Abfahrt bekanntzugeben). Wir hatten keine wirkliche Wahl und sind an Bord geblieben, was eine kluge Entscheidung gewesen ist. Die Fähre, die wir genommen haben, verbindet die einzelnen Inseln miteinander, so dass wir eine entspannte Samstag-Kreuzfahrt hatten. An der letzten Insel, Galiano Island, sind wir von Bord und hatten vier Stunden Zeit bis zur Rückfahrt.

Diese vier Stunden haben wir genutzt um die Insel, zumindest den Teil um den Fährhafen, zu erkunden. Natürlich zu Fuß. Ganz klassisch. Wandern halt. Es ist nun nicht so, dass man hier deutlich andere Pflanzenarten sehen kann, aber alles ist etwas urwüchsiger. Zudem ist hier Natur+Landschaft wunderschön. Mir hat es jedenfalls gefallen und ich möchte in nächster Zeit noch öfter wandern gehen. Das nächste Mal kümmere ich mich aber um besseren Sonnenschutz, meine Nase ist mal wieder verbrannt.

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Canada Day
Wo soll ich anfangen? Es ist viel passiert, ich habe viel erlebt. Und das alles innerhalb von etwa einer Woche.
Das größte Ereignis, das hier in den letzten Tagen stattfand, war der Canada Day am 1. Juli. Der Nationalfeiertag hier. Im Prinzip heißt das, dass es eine Menge Menschen gibt, die sich rot-weiß anmalen, möglichst viele Kanada-Flaggen und -Symbole mit sich rumtragen, und die eigentlich gut drauf sind. Zudem gab es hier eine Menge Festivitäten in der Innenstadt. Ein großes Volksfest also.

Wer mich kennt, weiß, dass ich mir aus solchen Dingen so gut wie überhaupt nichts mache. Und dem war auch so. Die Sonne hat gelacht, der Himmel strahlendblau, es war warm. Ich habe mir mein Longboard geschnappt und bin entlang der Küste gefahren. Im Prinzip bin ich die Dallas Road entlang und ihr in Richtung Nordost gefolgt bis hin zur Cadborough Bay. So ein wenig kann man es mit den Fotos nachvollziehen, bzw. mit den Ortsangaben (einfach mal auf die Orte unten klicken). Die Straße entlang am Wasser ist ebenfalls sehr hügelig, so dass es eine ziemliche Plackerei letztendlich war.
Wie auch immer, zurück ging es dann über die Oakbay Avenue in die Pandora Avenue, wo ich wohne. Schnell duschen, essen und dann ging es gegen 21.30 Uhr in Richtung Innenstadt zum Feuerwerk schauen.

Natürlich habe ich meine Verabredungen verpasst (nicht schwer in einer Menschenmasse ohne Mobiltelefon). Ehrlich gesagt, war ich etwas abgenervt von so einer großen Masse an zu jungen Menschen, die sich betrunken und bekifft haben, und dabei sehr aggressiv werden. Ich bin dem ganzen ja auch nicht abgeneigt,  aber in der schieren Masse war es mir unangenehm. Ich glaube auch, dass dies verdeutlicht, dass Kanadier (wahrscheinlich wie US-Amerikaner) den Umgang mit sanften Genussmitteln wie Alkohol nicht lernen und deshalb an solchen Tagen komplett über die Stränge schlagen. 

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Tag 40, 41 und 42
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Die vergangenen Tage waren für mich in diesem Jahr die aufregendsten Tage bisher.

Am Montag war ich zum Übersee-Tag in Hamburg im Rathaus geladen, wo mir von Ursula von der Leyen eine Urkunde für ein Stipendium vom Übersee-Club Hamburgs zur Finanzierung meines Auslandsaufenthalts überreicht wurde. Davor hat sie eine Rede über die Probleme der deutschen Bevölkerung gehalten. Mein Eindruck war, dass die Frau sehr beeindruckend Reden hält, zudem alles Hand und Fuß hatte. Nur am Händedruck muss sie noch arbeiten. Ich war aber sehr positiv überrascht.
Was den Tag aber so herausragend machte, waren die anschließenden Veranstaltungen. So ging es danach noch zu einem nicht nur sehr leckerem Mittagessen (begleitet von sehr angenehmen Gesprächen), sondern am Abend zu einem festlichen Essen im Hotel Atlantic. Und zwar mit allem was dazu gehört. Großes Bankett, Reden, und ich im Smoking. Das Essen war traumhaft, die Reden unterhaltsam (wenn ich auch von den Thesen und Argumenten nur zur Hälfte überzeugt war, aber ich habe oft eine andere Meinung, die etwas anders ist), und die Unterhaltungen sehr anregend.

Alles in allem war ich aber froh, um Mitternacht zu Hause zu sein, weil der Tag einfach anstrengend war. Er war aber ein sehr besonderes Erlebnis.
Am Sonntag davor war ich schon aufgeregt. Aber es half, eine Runde Longboard zu fahren. Wobei ich am Sonntag zum ersten Mal von der Wärme etwas platt war. Am Dienstag, als alles vorbei war, war es schon sehr schwül, selbst am Abend als ich gefahren bin. Das war aber eine der schönsten Runden, die ich seit langem gefahren bin. Nicht, weil die Strecke so toll war, sondern weil da dieses Gefühl war, etwas geschafft zu haben. Zudem der Sternenhimmel und teilweise verschleierte Mond zu sehen, die Luft warm, es windstill gewesen ist.

Und gestern hat es hier seit langem das erste Mal geregnet. Es war am Abend zwar wieder trocken, aber der Unterschied war fühlbar, vor allem, weil die Luft sauber war. Gestern habe ich mein Longboard nur als Fahrradersatz benutzt. So schnell war ich noch nie bei Freunden. Ich klopfe mir mal auf die Schulter, dass ich öffentliche Verkehrsmittel (mit Fußwegen eingerechnet) deutlich mit dem Longboard schlage.

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Tag 39
Heute war wieder einer der Tage, der so ziemlich anders als gewöhnlich verlief. Ich war nämlich heute morgen verabredet, und was passiert? Ich wache erst eine viertel Stunde vor der Verabredung auf. Aus irgendeinem Grund haben heute meine beiden Wecker versagt. Zumindest einer der beiden ging nicht, den anderen muss ich im Schlaf ausgemacht haben.
An sich war heute alles langsam, einen schönen gemütlichen Vormittag und Nachmittag verlebt, und dann noch für zwei Stunden aufs Brett. Einfach nur gemütlich durch die Gegend fahren. In der Sonne. Sehr schön.

Auch freut es mich, dass diese Woche die Temperaturen einen Sprung um etwa 15 Grad nach oben gemacht haben, so dass ich in angenehmen 26 Grad fahren konnte.

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Tag 37
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Nachdem ich die letzten Tage mit Hardcore-Programmieren verbracht
habe, war es heute Zeit, die Seele mal baumeln zu lassen und den
Sonntag zu nutzen.
Dafür ging es nach Neuwiedenthal um Freunde beim Halbmarathonlaufen zu
motivieren.
Den Rückweg ging es dann nicht per S-Bahn nach Hause, sondern quer
durch den Harburger und Hamburger Hafen. Die Radwege sind teils
grottig, aber man kann dort mangels Verkehr problemlos auf der Straße
fahren.

Zusammen mit dem bombastisch sonnigen aber auch kaltem und windigen
Wetter war diese Tour doch mal wieder eine richtige Perle seit einiger
Zeit (abgesehen vom Fläming letzte Woche). Alles neu macht der Mai,
zumindest die Luft war frisch.

Jetzt noch was kochen, Tatort schauen und morgen früh aufstehen…

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Tag 31
Heute, also einen Tag nach gestern, plagt mich tatsächlich das erste
Mal seit langem wieder ein Muskelkater vom Longboardfahren. Und ich
freue mich darüber.
Gestern, so schön das Wetter auch war, musste ich tagsüber bei einer
Organisation erscheinen, bei der ich mich um ein Stipendium für meinen
Auslandsaufenthalt beworben hatte. In der Tat ist es so, dass ich es
nicht nur bekomme, sondern auch an festlichen Aktivitäten teilnehmen
werde/muss. Es gibt Schlimmeres, es ist halt nur alles Neuland für
mich. Aus Glück/Frust/überstandener Anspannung ging es gestern abend noch
raus. Trocken, warmer Wind, klarer Himmel. Entweder habe ich jetzt
meine Räder komplett eingefahren, oder gestern war irgendetwas anders,
denn ich konnte so gut fahren wie schon lange nicht mehr. Mit viel
Enthusiasmus und Elan diverse Radfahrer überholt. Und heute dafür den
Muskelkater, und der ist es wert.

Es sind nur noch 4 Tage, und dann stehen die 100 km am Stück an.

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Tag 24
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Wie schön das Wetter heute war. Außerdem habe ich nächste Woche
komplett Zwangspause, da ich beruflich ins Ausland muss.

Heute war die Route sehr relaxt, einfach in der Sonne ohne Anstrengung
fahren. Einfach nur genießen, schöner geht es gar nicht.
Ein wenig Nervenkitzel gab es auch, als der Radweg über die Straße
geführt wurde, neben mir der Bus, von vorne Radfahrer, Fußweg noch
voller.

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Tag 22
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Heute war es soweit, fast 50 km in rund 3:45 Stunden geschafft.
Zusätzlich noch insgesamt etwa eine halbe Stunde Pause. Das Radio hat
mäßig schwachen Wind aus West angesagt. Nun kommt hinzu, dass der
Fläming eine Erhöhung ist, so dass der Wind verdammt stark war. Musste
ich ordentlich treten.

Aber, das Wetter war so schön, die Temperaturen sehr angenehm, besser
ging es nicht. Urlaub ist was schönes.

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