flashback
Erdbeben und Zombie Beach
Am Freitag gab es ein Erdbeben vor der Küste von Vancouver Island. Mit einer Stärke von etwa 6.4 war es wohl durchschnittlich stark. Und weil es nicht in unmittelbarer Nähe von Siedlungen stattfand, kam es auch zu keinen Schäden. Ich selbst habe zu dem Zeitpunkt in der Küche im Institut am Waschbecken gestanden und meine Plastikbox abgewaschen - und nichts gemerkt. Also, keine Panik. 
Am Samstag sind wir an den Strand gefahren. Sombrio Beach. Und weil ich den Namen nie gelesen hatte und mein schottisch-südafrikanischer Mitbewohner einen merkwürdigen Akzent hat, war ich immer der Überzeugung, dass wir an den Zombie Beach fahren - bis ich die Karte der Parkverwaltung gesehen habe. Wie auch immer, ich war noch nie an so einem schönen Strand auf der Insel hier. Der Strand hat alles. Sand, Steine, Felsen, Wellen, einen versteckten Canyon, einen geheimen Wasserfall. Und dann noch einen Teil des Juan de Fuca Trails mit an der Klippe am Seil hochklettern. Und für mich gab es obendrein Bushwalking, also quer durch die Büsche und die Bäche laufen, weil ich zurück zum Wanderweg wollte. Und wie kann man so einen tollen Tag noch toppen? Mit einem Besuch bei Pluto’s - dem Ort für Burger in meiner Nachbarschaft.

Am Sonntag sind Ester, unsere malaysische Gastdoktorandin, und ich durch den Goldstream Provincial Park gelaufen und den Mt Finlayson hochgeklettert. Für mich war es das dritte Mal, für Ester das erste Mal. Ester verlässt uns und kehrt in ihre Heimat zurück. Und das war quasi das Abschiedswandern. Ich denke, trotz der Hitze und Anstrengungen, dass ihr das Hochklettern und die Niagara Fälle gefallen haben. Jedenfalls hat sie das noch beim gemeinsamen nepalesischen Abendessen bei Freunden gesagt.
Esters Abschied führt mir vor Augen, dass auch meine Zeit hier begrenzt ist und sich dem Ende zuneigt. Ich versuche aber, das Beste mit der restlichen Zeit anzustellen. Und meine letzten Wochen werden sicherlich noch sehr erlebnisreich. Erst einmal steht für mich nächste Woche ein sehr großer Vortrag an. In ein paar Wochen werde ich noch einmal nach Vancouver fahren und ein Konzert besuchen. Nach Seattle werde ich wohl auch noch fahren. Ans Wasser geht es bestimmt noch mindestens einmal, es gibt zudem noch ein paar Dinge, die ich hier noch nicht gemacht oder gesehen habe. 

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the new 2nd floor receptionist
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Mein “Büro” liegt hier im 2. Stock, wobei ich im Flur an der Tür sitze, also keinen eigenen Raum habe (so wie einige andere hier auch). Jeder, der durch die Tür kommt, muss an mir vorbei. Ich bin also der neue Empfang im 2. Stock. Mich stört es nicht, noch nicht, oder vielleicht gar nicht. Ich kann auch einfach mit dem Laptop unterm Arm gehen. Per Dropbox habe ich heute alles so eingerichtet, dass ich auf meinem Arbeitsplatzrechner und Laptop alles synchron halten kann. Wenn ich das mal zu Hause auch dürfte oder könnte.

Nebenbei bemerkt, Victoria ist voll von Deutschen. Erstaunlich, wenn man durch die Straßen läuft, wie häufig man deutsches Stimmengebrabbel hört. 

Reichlich Lauferfahrung durfte ich auch schon sammeln. Gestern ging es an den Strand. Danach habe ich gehofft den Beach Drive herunterzulaufen und mich ganz schlau durch die Seitenstraßen nach Hause zu begeben. Leider habe ich es verpasst richtig abzubiegen. Letztendlich habe ich mich dann in Oakbay (ein Stadtteil) etwas verlaufen und erst nach einiger Zeit nach Hause gefunden.

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