flashback
Tag 27
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Seit heute ist es wieder trocken, dafür ist es kühler als sonst. Und
das Longboardfahren lief dafür umso besser bei Außentemperaturen um
die 4 Grad (gegen 22.30 Uhr), trotz teilweise böigen Winden sowohl von
hinten als auch von vorne.

Heute habe ich jemanden getroffen, der irgendwie am Bahnhof Wandsbek
auf dem Fahrrad gestrandet war und nach Barmbek wollte. Ist mit dem
Zug aus Stuttgart gekommen, dann mit der Regionalbahn bis Wandsbek
gefahren. Jedenfalls völlig falsch und eine ganze Ecke weg. Mit meinen
glorreichen Ortskenntnissen (ich weiß nicht mal Straßennamen hier)
habe ich ihn dann zum Wandsbek Markt gelotst, von wo es dann für ihn
mit U-Bahn und S-Bahn weiterging.

Der Tag heute war ansonsten sehr unproduktiv produktiv. An diversen
Sachen geschrieben, die Gliederung meines nächsten Papers fertig
gestellt, Kaffee getrunken, telefoniert, Freunde getroffen. Wie schön.
Wenn da nicht das manchmal auftretende Fernweh wäre. Der iPod muss nur
Musik spielen, die ich woanders sehr genossen habe und schon setzt das
Grummeln in der Magengegend ein. Und das kann auch schön sein, so
unter dem Mond und den Sternen mit Rückenwind. Der Kopf ist dann schon
lange ganz woanders, in Erinnerungen und im Vorblick auf die kommenden
Monate.

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Tag 26
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Mittlerweile weiß ich, warum sich mein Longboard momentan nicht so
flüssig fährt wie ich es gewohnt bin. Ich brauche neue Räder. Die
jetzigen haben mich die letzten 8 Monate begleitet, waren mit mir in
San Francisco und San Diego unterwegs, als auch in Hamburg und in
Brandenburg. Grob überschlagen (17*20*5+x) mehr als 2000 km auf ihnen
zurückgelegt. Sie sehen noch nicht komplett runtergefahren aus, aber
ich weiß vom letzten Jahr, dass ein Radwechsel Wunder bewirkt. Also
werde ich gleich morgen neue bestellen, vielleicht sind sie ja dann
Freitag schon da.

Nach meiner Reise nach Wien zur EGU habe ich mich nun entschlossen,
nicht mehr die Katze um den heißen Brei zu spielen, sondern habe heute
mit Schreiben angefangen. Und es macht mir Spaß. Ein tolles Gefühl,
dass ich jetzt dieses ganze Rechen- und Denkchaos der letzten Monate
einfach mal ordnen kann und vorwärts komme.

Und letztendlich muss ich Wäsche waschen. Irgendwie haben sich zu
viele dreckige T-Shirts angesammelt, aber zu wenig für eine
Waschmaschine. Also werden die per Hand gewaschen, so wie es sich
gehört. Denn selbst ist der Mann.

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