Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei
Wie heißt es so schön, alles Gute kommt zu einem Ende (oder so).
Meine letzte Woche hier habe ich sehr genossen. Wir sind letzte Woche ins Swans Hotel gegangen. Das war der Ort, wo für mich alles angefangen hat. Denn letztes Jahr bei meinem ersten Besuch hier war das das Hotel, wo ich übernachtet habe. Dort gibt es übrigens exzellentes Bier…
Mein Wochenende habe ich genutzt um ein letztes Mal mit dem Longboard durch die Gegend zu fahren, habe auch das Wasser ein letztes Mal “besucht”.
Und dann hat es mich gepackt. Ich habe kurzerhand beschlossen, noch einmal wegzufahren. Auto gemietet, Unterkunft telefonisch organisiert. Übernachtet habe ich die zwei Nächte in Port Alberni, im selben Motel, wo ich schon mit Peter übernachtet habe. Diesmal, weil Nebensaison, war es deutlich günstiger. Port Alberni, wie ich feststellen konnte, hat ein paar nette Pubs. (Ich war in genau zwei.) Am Dienstag bin ich zur See gefahren, in den Pacific Rim National Park. Diesmal ging es nach Ucluelet. Ich war sehr überrascht, wie schön es dort ist an der Küste entlangzulaufen. Die Bilder geben nicht einmal einen Teil dieser Schönheit wieder. Anschließend, gegen Abend, bin ich noch einmal an den Long Beach gefahren und von dort zum South Beach gelaufen, wo ich auf einen Felsen geklettert bin um von dort die Wellen zu beobachten, die ans Ufer kommen. (Mein Versuch, die Wellen zu filmen, kann man hier sehen: )
Mittlerweile bin ich zurück. Mein Schreibtisch ist leergeräumt, der Computer blank gelöscht. Eigentlich müsste ich jetzt gerade packen, aber irgendwie brennt es mir unter den Fingern, meinen letzten Bericht zu schreiben. Denn dies ist mein letzter Eintrag aus Kanada.
Gleich geht es noch einmal ins Büro. Wir haben eine kleine Goodbye-Party. Ich selbst habe gestern Muffins gebacken und bringe sie mit. Anschließend werden wir noch ins Moon Under Water Pub gehen zum Abendessen, und vielleicht auf ein zwei Bier. Morgen geht es dann schon in Richtung Heimat, aber nur in die Richtung. Eine Woche werde ich noch in den USA verbringen und dann heißt es auch schon “Hello Deutschland”.
Ich werde Kanada vermissen, aber ich gehe mit einem guten Gefühl zurück.
Eine Schifffahrt die ist lustig, eine Schifffahrt die ist schön
Wie die Zeit mittlerweile vergeht. Einerseits scheinen die Stunden innerhalb der Woche nicht verrinnen zu wollen, andererseits zerfließen die aufregenden und schönen Momente wie Schokolade in der Sonne.
Am Donnerstag bin ich mit meiner Vermieterin nach Sidney gefahren. Es war an der Zeit, dass ich mir endlich die Gallerie anschaue, in der sie arbeitet. Sidney selbst ist eine Kleinstadt, wo man, wenn es ein Westernfilm wäre, die Strohballen rollen sehen würde. Da ich aber Glück mit dem Wetter hatte, habe ich mich einfach ans Wasser gesetzt und ein Buch gelesen, das ich schon lange lesen wollte. Ein Buch, das einem ein wahnsinnig gutes Gefühl gibt, wenn man es gelesen hat.
Am Nachmittag ging es zurück nach Victoria, und weil das Wetter immer noch gut war, bin ich, nach einem kurzen Stop am Fisherman’s Wharf für Fish and Chips, die Dallas Rd entlang gelaufen und habe wahrscheinlich zum letzten Mal in der nächsten und entfernteren Zeit die See genossen (bei schönem Wetter wohlgemerkt).
Am Freitag sind wir endlich ins Fernwood Inn gegangen, eine Kneipe in der Nachbarschaft. Und es hat sich gelohnt.
Samstag musste ich früh raus. Ich bin nach Vancouver. Nach einer tollen, aber langen Fährfahrt habe ich mich auf Sushi mit Freunden getroffen, bin zum Hotel zum Einchecken, und wieder los. Im Vogue Theatre haben Cut Copy gespielt. Eine Band, die ich schon seit Jahren rauf und runter höre, und sie leider vor kurzem in Europa verpasst habe. Welch Glück, dass ich hierher gekommen bin. Und das Konzert war einfach großartig.
Meine Rückkehr nach Victoria war dann etwas merkwürdig. Auf der Fähre waren 3 Busse mit jungen Japanern, die im Eifer der Hormone etwas aufgekratzt waren. Oder so. Jedenfalls haben mich, nachdem ich einen Tunfisch- Sandwich verdrückt habe, japanische Mädchen angesprochen ob sie ein Foto von mir machen können. Bevor ich geantwortet habe, ist das Foto auch schon aufgenommen worden. Ich war etwas verwundert darüber (unrasiert, definitiv übermüdet, etwas verquollen, die ungekämmten Haare unter der Mütze) und hatte einfach nur große Fragezeichen in den Augen…
Den Abend habe ich im Eifer des Hungers mich an Muffins versucht, und bin grandios gescheitert.
Nichtsdestoweniger, dank dem kanadischen Thanksgiving hatte ich ein langes Wochenende. Wir hatten Karotten-Ingwer-Kokosnuss-Suppe, dann Huhn. Alles in Zusammenarbeit selbst gemacht. Wir hatten mal wieder sturmfrei.
Momentan habe ich das Gefühl, dass ich einfach nur noch damit beschäftigt bin, aufzuräumen und das meiste zu Ende zu bringen.
gust front
My ocean, I’m swimming at high tide.
Softly, you caress me, tender, in your waves.
(just short before being hit by the rain from a gust front)
MacGyver, Vancouver
Mein erster Ausflug aufs Festland fand am letzten Wochenende statt. Dafür ging es am Samstag mit dem Bus zum Fährhafen, dann aufs Festland, dann mit dem Bus und der Bahn nach Vancouver/Downtown. Das Ziel war es möglichst viele Plätze zu sehen, an denen in den 80ern MacGyver gedreht wurde. Zur Vorbereitung habe ich mir eine Liste besorgt, und eine Landkarte, auf der alle Plätze markiert sind.
Meine Tour war mehr oder weniger erfolgreich. Ich habe unter anderem das (inzwischen überholte und renovierte) MacGyver-Hausboot gesehen, die Zentrale der Phoenix Foundation gefunden, und die berühmte Uhr aus dem Vorspann der Serie gesehen (vor der MacGyver ein Eis isst). Viele andere Schauplätze habe ich nicht gefunden, da vieles innerhalb von Gebäuden gedreht wurde und ich dort keinen Zugang hatte.
Insgesamt habe ich aber meinen Ausflug sehr genossen. Vancouver ist eine großartige Stadt. Sie fühlt sich auch mehr am Leben an. Ist nicht so verschlafen wie Victoria. Ich hatte auch Glück mit dem Wetter. Und jetzt habe ich ja das “Sightseeing” hinter mir.
Ich denke, ich werde noch mindestens einmal nach Vancouver fahren. Das nächste Mal nehme ich aber mein Longboard mit. :)
When I grow up, I want to live near the sea
Etwas verspätet, hier mein Wochenrückblick. Und meine Woche erstreckt sich diesmal bis zum Dienstag.
An sich war die Woche unspektakulär, jedenfalls von Montag bis Freitag. Im Prinzip habe ich Schritt für Schritt oder Schublade für Schublade meine Arbeit getan. Viel schöner war es dann, an ein paar Abenden einfach in Richtung Süden zu laufen um an den Ozean zu kommen. Das vergangene Wochenende war diesmal länger als üblich. Am Freitag Abend ging es diesmal zum Amerikaner, zu Pluto’s Diner. Überraschend gut. Wir konnten auch ein Foto mit Kirstie Alley bewundern - bevor sie an Gewicht zugelegt hatte. Für mich gab es den Hausburger mit extra Jalapeños. Im Anschluss ging es wieder ins Irish Pub, wo ich diesmal in einen Haufen Sprachstudenten/-schüler geraten bin. Allesamt Anfang 20. Und irgendwie haben sie mich an mich selbst erinnert, wie ich mit Ende 22 damals nach Australien gegangen bin. Die Welt, noch so einfach. Die Mädels kann man aber sehr beeindrucken, wenn man sagt, dass man “visiting scientist” ist.Samstag ging es nach üblichem Sportprogramm am Abend mit Kollegen und Mitbewohnern koreanisch essen. BBQ auf dem Tisch vor unserer Nase, sehr lecker! Anschließend ging es ins Sticky Wicket, wo ich für den Abend etwas zu viel Bier hatte. Sonntag hieß es dann dafür erstmal Füße hochlegen und am Nachmittag noch zum Victoria Electronic Music Festival zu gehen und dafür den Symphony Splash (outdoor klassische Musik mit Feuerwerk) zu ignorieren. Ich mag eben lieber elektronische Musik lieber. Am späten Abend habe ich dann noch das Abstract fertig geschrieben, um es bei einer Konferenz nächsten Januar einzureichen. Daumen drücken! Ich war noch nie in New Orleans. :) Am Montag, der British Columbia Day, schien die Sonne. Und was gibt es besseres, als einen Feiertag in der Sonne zu verbringen und gleichzeitig am Wasser zu sein? Um 11 Uhr verließ ich das Haus, um 18.30 Uhr kam ich wieder. Ich bin mit Pausen den Beach Dr und Dallas Rd entlanggelaufen. Oh, was würde ich dafür geben, so etwas auch in Hamburg zu haben… Wie heißt es so schön in einem meiner Lieblingslieder: “When I grow up, I want to live near the sea.” Wie wahr.
An sich war die Woche unspektakulär, jedenfalls von Montag bis Freitag. Im Prinzip habe ich Schritt für Schritt oder Schublade für Schublade meine Arbeit getan. Viel schöner war es dann, an ein paar Abenden einfach in Richtung Süden zu laufen um an den Ozean zu kommen. Das vergangene Wochenende war diesmal länger als üblich. Am Freitag Abend ging es diesmal zum Amerikaner, zu Pluto’s Diner. Überraschend gut. Wir konnten auch ein Foto mit Kirstie Alley bewundern - bevor sie an Gewicht zugelegt hatte. Für mich gab es den Hausburger mit extra Jalapeños. Im Anschluss ging es wieder ins Irish Pub, wo ich diesmal in einen Haufen Sprachstudenten/-schüler geraten bin. Allesamt Anfang 20. Und irgendwie haben sie mich an mich selbst erinnert, wie ich mit Ende 22 damals nach Australien gegangen bin. Die Welt, noch so einfach. Die Mädels kann man aber sehr beeindrucken, wenn man sagt, dass man “visiting scientist” ist.Samstag ging es nach üblichem Sportprogramm am Abend mit Kollegen und Mitbewohnern koreanisch essen. BBQ auf dem Tisch vor unserer Nase, sehr lecker! Anschließend ging es ins Sticky Wicket, wo ich für den Abend etwas zu viel Bier hatte. Sonntag hieß es dann dafür erstmal Füße hochlegen und am Nachmittag noch zum Victoria Electronic Music Festival zu gehen und dafür den Symphony Splash (outdoor klassische Musik mit Feuerwerk) zu ignorieren. Ich mag eben lieber elektronische Musik lieber. Am späten Abend habe ich dann noch das Abstract fertig geschrieben, um es bei einer Konferenz nächsten Januar einzureichen. Daumen drücken! Ich war noch nie in New Orleans. :) Am Montag, der British Columbia Day, schien die Sonne. Und was gibt es besseres, als einen Feiertag in der Sonne zu verbringen und gleichzeitig am Wasser zu sein? Um 11 Uhr verließ ich das Haus, um 18.30 Uhr kam ich wieder. Ich bin mit Pausen den Beach Dr und Dallas Rd entlanggelaufen. Oh, was würde ich dafür geben, so etwas auch in Hamburg zu haben… Wie heißt es so schön in einem meiner Lieblingslieder: “When I grow up, I want to live near the sea.” Wie wahr.
cold front
thoughts at the river









































